Bolivien

Bolivien ist ein Binnenstaat und liegt im Herzen Südamerikas. Die verfassungsmäßige Hauptstadt der Republik ist Sucre, der Regierungssitz ist in La Paz, das auf dem Hochplateau zwischen zwei Gebirgsketten der Anden auf einer Höhe von 3.600 m. über dem Meeresspiegel liegt. Rund 8 Millionen Einwohner leben auf einer Fläche von über einer Million Quadratmeter mit grossen geographischen und klimatischen Kontrasten. Der Hauptanteil (rd. 45%) der Bevölkerung sind Hochlandindianer – Aymara und Kechua – die weitgehend nach ihren ursprünglichen Traditionen und Glaubensformen leben. 30% sind Mestizen und haben Anteil an beiden Kulturen, was sich in einer synkretistischen Religionsform und in vorgeschriebenen Verhaltensweisen einer patriarchalischen Großfamilienordnung ausdrückt. Etwa 15% der Bevölkerung sind altspanischen Ursprungs und hispanistisch orientiert. Knapp 5% der Bevölkerung lebt nach Verhaltens- und Konsummodellen der Industrieländer. Der größte Teil der Bevölkerung ist arm, davon 60% sehr arm und 20% extrem arm. Die Bemühungen der letzten Jahrzehnte in den Bereichen Erziehung und Gesundheit haben dazu beigetragen, dass die Rate von 60% beinahe völligen sozialen Ausschlusses sich auf 35% reduziert hat, dennoch gibt es in diesem Land noch die höchsten Geburten- und Sterblichkeitsraten in Lateinamerika sowie eine geringe Lebenserwartung und Unterernährung insbesondere bei Kindern und Schwangeren. Die verbreitete Armut ist Folge des Rückstandes in der Produktionsstruktur. Der formelle Arbeitsmarkt beschäftigt – einschliesslich der staatlichen Angestellten – lediglich 25% der Bevölkerung. Es ist auch nur dieser Teil der Bevölkerung, der Zugang zur staatlichen Krankenversicherung (CNS) hat, bei Verlust des Arbeitsplatzes diesen Zugang aber wieder verliert.

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